Forum Integration

Die Anlaufstelle Integration Aargau organisierte von 2011 bis 2017 jährlich ein Forum Integration für alle Akteure, welche sich im Kanton für die Integration engagieren. Das Forum bot zielgruppenspezifische Weiterbildung und diente der Vernetzung.

Nach einer längeren Pause nahmen wir das Forum Integration im Jahr 2025 wieder auf.

Impressionen aus vergangenen Jahren

Forum Integration 2025

Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist mehrsprachig. Dies zeigt sich auch im Schweizer Alltag. 63% der hiesigen Bevölkerung verwenden im Austausch mit ihren Angehörigen, bei der Arbeit oder beim Medienkonsum in der Freizeit mindestens einmal pro Woche mehr als eine Sprache. Die sprachliche Vielfalt ist zugleich eine gesellschaftliche Bereicherung und eine Herausforderung. Besonders im Bildungsbereich gilt Mehrsprachigkeit nicht nur als Chance, sondern auch als Schwierigkeit.

Am Forum Integration 2025 diskutierten wir mit Expert*innen über Chancen und Herausforderungen der Mehrsprachigkeit. Vom Spracherwerb bis zum Umgang mit Mehrsprachigkeit im schulischen Alltag durchleuchteten wir die Situation in der Schweiz, befragten Fachpersonen zum aktuellen Forschungsstand, zum sprachförderlichen Verhalten und beantworteten die Fragen des Publikums.

Forum Integration 2017

Am 01. Januar 2018 trat die neue Bürgerrechtsverordnung des Bundes in Kraft. Das Gesetz sollte sicherstellen, dass nur gut integrierte Ausländerinnen und Ausländer den Schweizer Pass erhalten. Auch im Kanton Aargau wurde intensiv über eine Revision der kantonalen Gesetzgebung diskutiert. 


Die Anlaufstelle Integration Aargau näherte sich am Forum Integration der Einbürgerung von verschiedenen Seiten. Drei Referent*innen beleuchteten das Thema: Annarita Rombini vom Staatssekretariat für Migration SEM erklärte, was das neue Bürgerrechtsgesetz bringt und wie sich die Änderungen auswirken. Der Ethnologe Rohit Jain widmete sich in seinem Referat der Frage, ob das Bürgerrecht in einer mobilen, postmigrantischen Gesellschaft nicht sowieso ausgedient hat. Und Deniz Danaci erläuterte die Folgen der hiesigen Einbürgerungspraxis für die direkte Demokratie. Zwischen den Fachbeiträgen erzählten Menschen in Videoportraits von ihren Erfahrungen rund um die Einbürgerung.

Forum Integration 2016

Sie kamen vor über 50 Jahren: die Italiener, die Spanier, die Portugiesen, die Türken und die Menschen aus dem damaligen Jugoslawien. Sie kamen jung und ungebunden und sie kamen um zu arbeiten. Bald wollten sie wieder zurück in ihre Heimat, um dort ein neues und besseres Leben anzufangen.

Viele von ihnen aber blieben: Sie arbeiteten, schufen sich ein Umfeld, feierten Hochzeiten und Kinder kamen zur Welt. Die Zeit verging und das Alter kam. Die Kinder zogen aus, Enkelkinder kamen auf die Welt. Und weil sie nun durch ihre Kinder, ihr soziales Netz und ihre Gewohnheiten gebunden waren, blieben sie hier. 

Die Veranstaltung „Gekommen um zu arbeiten –geblieben um zu leben“ gab einen Einblick in das Thema „Migration und Alter“. Praxisbeispiele gaben Anregungen, wie Gemeinden, Migrantenvereine und Privatpersonen ältere Migrantinnen und Migranten einbinden können.

Forum Integration 2014

Reden ist Silber - Schweigen ist Gold. Das stimmt oft - aber nicht immer. Reden prägen Politik, Gesellschaft und Geschichte. Die Anlaufstelle Integration Aargau (AIA) vergab am "Forum Integration" 2014 vier Persönlichkeiten aus der Schweiz eine Carte Blanche zum Thema Migration. 

Rifa'at Lenzin, Beat Meiner, Hugo Stamm und Guy Krneta hielten während 20 Minuten eine Rede: Ideen, Visionen, Geschichten und Fakten - persönlich, authentisch, mit Erfahrungen, Verve und Präzision. Die Reden wurden auf einem Klangteppich des Aarauer Musikers Niño angerichtet.

Forum Integration 2013

2013 beschäftigten sich die Politik, Medien und Gesellschaft intensiver denn je mit den Auswirkungen der Migration auf unser Land. Die Anlaufstelle Integration Aargau unternahm deshalb am Forum Integration eine Migrationsreise durch die Zeiten und rund um die Welt. Im Kontext der Migrationsgeschichte der Schweiz als Auswanderungsland wurden die brennenden Gesellschaftsfragen der Gegenwart und die Auswirkungen der Migration auf die Zukunft unseres Landes thematisiert.

Forum Integration 2012

A sagt was B versteht – aber versteht B was A meint? Tagtäglich kommunizieren wir über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Jeden Tag werden kleinere und grössere Türme zu Babel gebaut. Einige halten – andere stürzen ein. Gibt es goldene Regeln der interkulturellen Kommunikation? Oder sind wir Menschen uns vielleicht in den wichtigsten Fragen nicht ähnlicher als Gedacht? Von Hawaii bis nach Australien und von der Sahara bis in die Mongolei?

Kulturstandarts, Stereotypen, Universalien und Diversity Management –  Ratgeber über interkulturelle Kommunikation erklären wie es geht. Aber was in der Theorie ganz einfach klingt ist in der realen Welt schwieriger:

Ein Abend über Missverständnisse, Fettnäpfchen und kleine feine Unterschieden aber viele Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten.

Forum Integration 2011

Migrantinnen und Migranten bringen Ausbildung, Arbeits- und Lebenserfahrungen mit in die Schweiz. Studienabschlüsse, Sprachkenntnisse aber auch die Erfahrung welche zum Beispiel die Pflege eines betagten Familienmitgliedes mit sich bringt.

Das erste Forum Integration ging der Frage nach, welche Arbeitskraft zu welcher Zeit in der Schweiz gebraucht wurde. Es ging um die Relevanz der Arbeit im Integrationsprozess, um Unter- und Überforderung, um Chancen und Hindernisse, die den Eintritt ins Arbeitsleben fördern oder behindern.